Optische Messverfahren
Shearografie
Laserinterferometrie für die zerstörungsfreie Prüfung
Shearografie ist ein zerstörungsfreies optisches Prüfverfahren zur Erkennung von Oberflächenfehlern und verdeckten, oberflächennahen Defekten in Materialien und Strukturen. Durch die Analyse von Verformungen unter geringer Belastung ermöglicht sie eine schnelle, vollflächige Prüfung – insbesondere bei Verbundwerkstoffen und Leichtbaukomponenten.
Messprinzip
Für eine Messung wird eine kontrollierte Belastung – thermisch, durch Vakuum, mechanisch oder dynamisch – aufgebracht, um das Material geringfügig zu verformen und verborgene Defekte sichtbar zu machen. Anstatt absolute Verschiebungen zu messen, bewertet die Shearografie Verformungsgradienten über die Oberfläche hinweg. Defekte wie Delaminationen, Ablösungen oder Kernschäden stören das lokale Dehnungsfeld und erscheinen als charakteristische Anomalien im interferometrischen Bild.
Wichtigste Vorteile
- Berührungslose und zerstörungsfreie Prüfung (ZfP)
- Vollständige Echtzeitinspektion
- Hohe Empfindlichkeit gegenüber Untergrunddefekten
- Geeignet für Produktionsumgebungen
- Besonders effektiv für Verbundwerkstoffe und Sandwichstrukturen
Anwendungsgebiete
Shearografie wird häufig in der Luft- und Raumfahrt zur Prüfung von Verbundstrukturen wie Tragflächen und Rumpfsegmenten, in der Automobilindustrie zur Prüfung von Reifen und Leichtbaumaterialien sowie in der Windenergie zur Bewertung von Rotorblättern eingesetzt. Sie dient außerdem der Qualitätskontrolle von geklebten oder geschichteten Materialien, der Erkennung von Delaminationen und Ablösungen sowie der Inspektion von Druckbehältern und Rohrleitungen. Die folgenden Beispiele veranschaulichen typische Anwendungsszenarien.
Von der Methode zur Messung
Shearografie ist das zugrundeliegende Prüfprinzip. Entdecken Sie unsere Messsysteme, die für zuverlässige zerstörungsfreie Prüfungen in Labor- und Industrieumgebungen entwickelt wurden.